Der Androide in der Küche: Monsieur Cuisine Connect

Vor ein paar Tagen stand ich vor der Herausforderung, eine Vorwerk® Thermomix® TM5 Küchenmaschine auseinander zu nehmen, um sie zu reinigen. Flüssigkeit (Eierlikör…) war in das Gerät gelaufen und hatte die Lichtschranke im Motor blockiert (Fehler C34). Nach einer knappen Stunde hatte ich den verbauten Brushless-Motor in der Hand und habe ihn erfolgreich mit Wattestäbchen, Alkohol und Druckluft gereinigt. Zerlegen kann man den Motor an sich nicht ohne weiteres – muss man auch nicht. Nach dem Zusammenbau funktionierte die Maschine wieder einwandfrei. 🙂

Praktischerweise gibt es gute Videos, die das Vorgehen beschreiben:

  • Thermomix® TM5 zerlegen Video
  • Motor reinigen Video
  • Thermomix® TM5 reinigen und zusammenbauen Video

Großer Dank an dieser Stelle an Gauster Haus!

Thermomix®-Klon vom Discounter

Die neueste Generation dieser Küchenmaschine hat ein Touchscreen-Display, über welches die Funktionen bedient und Rezepte aus dem Internet abgerufen werden können. Anfang Mai 2018 hat auch LIDL seine Küchenmaschinen-Reihe um ein neues Gerät ergänzt, das über ein großes 7″ Display verfügt und alle Funktionen des „Vorbilds“ von Vorwerk bietet: Den Monsieur Cuisine Connect (kurz MCC). Die Maschine wurde für 299,- EUR angeboten und damit über 1.000,- EUR günstiger als das Pendant von Vorwerk.

Nachdem ich den Verkaufsstart verpasst hatte, und das Gerät nach wenigen Stunden online und in den Filialen ausverkauft war, habe ich mir ein paar Tage später via eBay-Kleinanzeigen ein Gerät gekauft, das sich jemand „versehentlich“ zuviel (…) gekauft hatte.

Beim Innenleben des MCC gibt es einige Unterschiede zum Thermomix®. Augenscheinlichster Unterschied: der Motor ist nicht brushless und sitzt nicht unterhalb des Mixtopfs. Der Antrieb erfolgt über einen Zahnriemen. D.h. Flüssigkeit kann ihm hier schon mal nichts anhaben. Auch wurde die Waage separat unterhalb des Geräts verbaut (und nicht fragil in einem Standfuß wie beim TM5).

Das Betriebssystem der Steuerung basiert auf Android 6.0. Man gelangt über mehrmaliges Tippen der Einträge im „Über“-Menü in verschiedene Systemdialoge, in denen man Daten und Tests zum Gerät aufrufen kann.

Kurz gesagt: In die Küchenmaschine wurde einfach ein 7″ Android-Tablet mit Hardware-Steuerung eingebaut. Man darf gespannt sein, wann die ersten Hacks und Modifikationen veröffentlicht werden. 😉

Vorwerk® und Thermomix® sind eingetragene Marken der Vorwerk-Gruppe. Alle Rechte aus dieser Marken stehen der Markeninhaberin zu. Dieses ist keine offizielle Seite der Firma Vorwerk.

5 Gedanken zu „Der Androide in der Küche: Monsieur Cuisine Connect

  1. Hey, interessantes Video. Hast du dich noch weiter damit beschäftigt? Ich würde gern homebrew Rezepte erstellen und sideloaden. Konntest du evtl. schon die Rezept Dateien rippen? Gruß Johannes

      1. Nerdpfleger, der das Video gemacht hat, hat zum aktuellen Verkauf von Hoyer bei mydeals einen Deal gemacht, in dem er dazu schreibt:

        Hatte schon Zugriff auf das System per Terminal. Problem ist nur, dass ich nicht in den Bootloader komme (gelockt?) und es bisher nicht geschafft habe, dass Rom auszulesen um mir dieses genauer anschauen zu können. Und ohne Bootloaderzugriff ist leider auch kein flashen möglich. Würde gerne tiefer in die Materie gehen, Problem ist nur, dass ich kein Zweitgerät habe und meine Maschine ungern zum Mega-Backstein verwandeln würde, falls doch Mal etwas schief geht. Eine USB Buchse musste durch einen Kurzschluss schon daran glauben 🙂

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