Lange habe ich das Thema 3D-Druck vor mir her geschoben und kleinere Druckaufträge einfach an Freunde mit Erfahrung (und entsprechend guten Druckern) weitergegeben. Da ich nun aber sehr günstig an einen „gebrauchten“ 3D-Drucker gekommen bin, war das die ideale Gelegenheit, in dieses faszinierende Gebiet einzusteigen.
Kurz bevor ein „ANYCUBIC i3 MEGA S“ im Elektroschott gelandet ist, hat mir sein Vorbesitzer den Drucker mit einem kleinen Mangel überlassen: es wäre nur ein Endschalter (X-Achse) defekt, ansonsten funktioniere er einwandfrei. Nach kurzer Analyse habe ich das Problemteil gefunden und den entsprechenden Mikroschalter ausgetauscht. Das Hot-End hatte der Vorbesitzer bereits mit neuer Kühlung aufgerüstet.
Erster Test
Von einem früheren Projekt war noch reichlich Filament übrig, also wollte ich meinen ersten „Benchy“ ausdrucken. Die Filament-Rolle wurde kurzerhand an einen Schraubenschlüssel gehängt, der mit Kabelbindern festgeschnallt war. Schnell stellte ich jedoch fest, dass das Druckbett noch nicht optimal gelevelt war und die Haftung speziell in der Mitte der Fläche nicht gut war. Ich stellte also die Abstände manuell an den Stellschrauben ein, was die Haftung etwas verbesserte. So konnte nun der erste Benchy gedruckt werden – der erste Versuch noch ohne Supports und Adhesion (Haftung) . Gesliced hatte ich das Objekt am Anfang noch mit OrcaSlicer, bei dem ich die default-Einstellungen belassen hatte. Die Daten wurden noch manuell m.H. einer SD-Card zum Drucker gebracht.
Angespornt durch das Ergebnis suchte ich ein weiteres dekoratives Objekt und fand eine kleine Büste. Dafür fügte ich im Slicer jetzt Supports hinzu, jedoch gab es immer noch Haftungsprobleme. Mit einigen kleineren Schwierigkeiten (z.B. hatte sich ein Support gelöst und ich musste mit Klebeband eine unterstützende Basis basteln) konnte das Objekt dann aber letztendlich gedruckt werden. Nach gut 14 Stunden war der Kopf dann über Nacht fertig geworden.
Dass die Druckbett-Temperatur und die Hotend-Temperatur etwas zu niedrig waren, habe ich erst später gelernt. Und die richtige Adhesion (Haftung) Grundfläche hätte bei der Haftung auch helfen können.
Am laufenden Band
Als nächstes konstruierte ich mir in TinkerCAD aus einem vorhandenen STL-Objekt einen Filament-Halter, mit dem die Rolle dann optimaler laufen würde. Ein Kollege empfahl mir Ultimaker Cura zum Slicen, bei dem die Einstellungen für Supports und Adhesion besser vorkonfiguriert und erreichbar waren.
Jetzt konnte es weiter gehen und ich konstruierte weitere Bauteile und Halterungen für mein Digitaler-Bilderrahmen-Projekt. Und auch ein Gehäuse vor das Hot-End des 3D-Druckers selbst konnte ich ausdrucken.
Liste von 3D-Objekten:
- Akku-Adapter AIWA LIB 902 (gumstick)
https://www.thingiverse.com/thing:3316453 - Akku-Adapter für Sony BP MZ-1
https://www.thingiverse.com/thing:2297082 <—
https://www.thingiverse.com/thing:2757847 - Halter Garter Carriage Mast Cap (Brother)
https://www.thingiverse.com/thing:2890975
https://www.thingiverse.com/thing:5205671 - Workmate Federn für Füße:
https://www.thingiverse.com/thing:2237762 - SONY DD Walkman Batteriedeckel
https://www.thingiverse.com/thing:4353600
https://www.thingiverse.com/thing:7085099 - Monsieur cuisine wheel
Monsieur Cuisine Connect Trend SKMC 1200 F6 engine timing wheel by FlorentBrianFoxcorner – Thingiverse
https://www.thingiverse.com/thing:4935408 - AmazonBasic Wireless Mouse (Batteriefachdeckel)
https://www.thingiverse.com/thing:4107268 - LENOVO Q180/190 VESA Mount (für den Turrican Bartop
Lenovo Q190 VESA mount by gmcmann – Thingiverse - Ninebot Rollerteile
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Quo vadis Resin?
Nachdem ich bereits seit einiger Zeit einen Resin-Drucker (Anycubic Photon) von meinem Kollege gebraucht gekauft hatte, habe ich nun sogar noch einen 2..










