Der neue AMIGA ist da: Der A500 MINI !

Ein gutes halbes Jahr nach der Ankündigung im Sommer steht seit 8. April `22 nun der neue kleine „AMIGA“ in den Regalen. Vor 35 Jahren – im Jahr 1987 – kam sein Vorbild, der AMIGA 500 auf den Markt. Es handelt sich dabei wie beim TheC64mini um eine emulationsbasierte ARM-Plattform mit einer Tastaturattrappe. Bleugh hat in seinem Blog aber schon ein Umbau-Kit dafür in Arbeit.

Die 25 vorinstallierten Spiele sind ein nettes Gimmick, aber natürlich müssen v.a. meine eigenen Favoriten auf dem System laufen. Ich hatte ja schon eine kleine Auswahl an Spielen und Demos für meinen Spieleautomat zusammengestellt, die ich hier direkt testen will.

Praktischerweise werden WHDLoad-Pakete unterstützt, so dass man ohne Disketten(image)wechsel auskommt. Die aktuelle WIP-Preview-Version von Turrican 2 AGA wollte ich ebenfalls ausprobieren.

Unboxing und Größenvergleich

Erste Tests

Aktuell unterstützt der A500 Mini nur vorbereitete  WHDLoad-Pakete, also fertige WHDLoad-Installationsarchive, gepackt mit LHA. Diese bekommt man z.B. vom TURRAN FTP (Dateisuche). Ich habe das 9 Fingers-Demo getestet, SlamTilt AGA und Twintris. Von den Turrican-Spielen hatte anfangs nur Turrican 3 funktioniert, Teil 1 und 2 zeigten nur einen Blackscreen. Mittlerweile hat Hersteller Retrogamez.biz eine aktualisierte WHDLoad-Package (V 1.0.1) veröffentlicht: damit laufen auch Turrican 1 und 2 auf Anhieb.

Von der aktuellen Test-Version v7 des Turrican 2 AGA Ports habe ich die PAL-WHDLoad Version mit LZH gepackt (und in .lha umbenannt). Out of the Box startet das Spiel nicht. Drückt man beim Start die Leertaste, wird eine .uae-Configdatei auf dem USB-Stick erstellt, in die man den Eintrag „use_gui=yes“ eintragen kann. So startet das Spiel beim nächsten mal in die Amiberry-GUI und man kann dort das AMIGA-System auf AGA-Chipsatz und 2MB Chip-/8MB FastRAM einstellen. Dann startet das Spiel erfolgreich. Rein über die .uae-Datei habe ich es noch nicht hinbekommen. Das Spiel läuft flüssig, der Sound stottert noch leicht.

Hacks & Links

Erst wenige Tage ist das Gerät auf dem Markt und schon tauchen die ersten Anleitungen auf, wie man via Amiberry nicht nur ADF-Images nutzen, sondern sogar die AMIGA-Workbench installieren kann.

Fazit

Der A500-MINI ist ein Emulations-Gadget für die Generation 40+, die den AMIGA noch real erlebt hat. 

Der Preis ist mit 130,- EUR (aktuell nur 119,-) verhältnismäßig hoch für eine einfache Emulationsplattform auf Pi3-Niveau in AMIGA-Optik mit Fake-Tastatur…

Großer Vorteil ist jedoch die einfache „Verfügbarkeit“ und Anbindung an moderne Technik: Einfach Strom per USB und Audio/Video per HDMI an einen TV anschließen, fertige Spielepakete auch den USB-Stick und schon kann gespielt werden. Das ist mit einem realen AMIGA ungleich aufwendiger…

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