Turrican Bartop selbstgebaut – Teil 3: Peripherie

Parallel zur Arbeit in der Werkstatt habe ich bereits die Grafiken und Layouts für die Aufkleberfolien gestalte. Nachdem der erste Prototyp fertig war und man die Ausmaße erahnen konnte, machte ich mich daran, mich um die Peripherie zu kümmern.

Buttons & Joystick

Button-SetNach dem Vorbild des Tron-Modells wollte ich beleuchtete Buttons mit Chromrand einbauen in der Farbe rot und/oder blau. den Joystick wollte ich ohne Kugel, sondern eher in klassischer Joystick-Form. Ich habe mich für ein Set von Aliexpress entschieden, bei dem 2 komplette Sets á 10 Buttons + Joystick und Elektronik enthaklten waren (ein 2-Spieler-Set also). Da ich aber nur 1 Spieler wollte, würde ich das 2. Set für ein zukünftiges Projekt ausheben.

Dekor in Folie und Acyrl

Beim Dekor brauchte ich 4 Bestandteile: die Seitenteile außen, das Controllerboard, einen Bildschirmrahmen und ein „Marquee“ oberhalb des Bildschirms, das beleuchtet werden sollte.

Druckdatei Seitenteile (mit extra Stickern)Für die Seitenteile wollte ich die beiden Packungsmotive von Turrican I und II verwenden. Da mir die Auflösung der Scans bei den Kollegen von SETA nicht hoch genug war, kramte ich nach meinen eigenen Original-Postern in den Turrican-Big-Boxes. Ich scannte die Poster ein und entfernte das Druckraster mit der Trial-Version des hervorragenden Imagenomic Noiseware Plugins. Nach einigen Stunden Bildbearbeitung hatte ich die Motive soweit von Knicken befreit und an den Seiten erweitert, dass sie auf die Vorlage passten.

Das Turrican-Logo selbst wollte ich von Chris Hülsbecks „Turrican Soundtrack Anthology“ (TSA) verwenden. Da ich es aber nicht in ausreichen hoher Auflösung finden konnte, habe ich das Vektor-Logo von Wikipedia verwendet und damit das TSA-Logo nachgebaut. Zusätzlich sollte noch ein „Claim“ drunter, so wie „The Final Fight“ oder „Payment Day“ auf den Big Boxes. Am Ende habe ich mich für die Bestandteile der C64-Intro-Speech entschieden „Be my Guest“ und „Another day another try“. Das „but remeber – Shoot or die!“ sollte dann auf das Controller-Board.

Testdruck auf DIN A4 FotopapierEben dieses Controller-Board hat mich noch länger beschäftigt. Wie beim Tron-Layout wollte ich die Positionen des Sticks und der Buttons im Layout vorgeben. Das würde natürlich dann auch bedeuten, dass ich die Löcher in das Board erst nach Fertigstellung der Sticker würde bohren können. Ich habe ein dunkles Platinen-Wallpaper verwendet und Grafiksammlungen im Netz durchsucht, um ein futuristisches Layout zusammenzustellen. Bei der Button-Anordnung wollte ich mich nicht zwingend an Arcademaschinen orientieren, da ich als Kind der C64- und AMIGA-Generation v.a. mit Joystick in der rechten Hand und Buttons links gespielt hatte.

Turrican Motiv von MrDream

Deshalb musste auf jeden Fall auch links des Joysticks Buttons sein! Weitere Sonderknöpfe würde ich in den vorderen Bereich setzen.

Dann fiel mit noch das TSA-Motiv von MrDream ins Auge, auf dem man unseren Titelheld in einer coolen Pose sieht. Mit ein paar zusätzlichen Energieblitzen passe es perfekt auf mein Board.

Schließlich nahm ich für das Marquee noch das Turrican-Logo zur Hand, ergänzte den Claim „The Final Arcade“ und platzierte es auf einen relativ dunklen Hintergrund, damit es bei Beleuchtung gut zur Geltung kommen würde. Ich wollte es auf eine Acrylglas-Scheibe drucken lassen.

Der Rahmen für den Screen war schlicht gehalten würde ebenfalls auf Acrylglas kommen. Hier entwarf ich eine EPS-Vektorgrafik.

Als nach einigen Überarbeitungen alle Dateien (in 150dpi) fertiggestellt waren, bestellte ich die Drucksachen bei der Digitaldruck-Fabrik: FineArt-Sticker für die Seiten und Controller-Board und AcrylglasXT für die Motive auf Scheiben. Die Produktion sollte  am Ende ca. 10 Tage dauern.

Soundsystem

Die Maschine sollte wegen der Ausrichtung auf AMIGA-Sound eine hochwertige Audiowiedergabe haben, also plante ich ein 2.1 PC-Lautsprecher-Set mit Subwoofer einzubauen. Das kleine S220-System von Logitech schien mir passend, da der Subwoofersehr kompakt war.

Ich zerlegte die Boxen und baute die 2″-Lautsprecher (5cm) aus. Diese sollten in die 8cm-Leiste oberhalb des Bildschirms verbaut werden. Mit einer Lochsäge sägte ich passende Löcher in die Leiste, nachdem ich für die Befestigung vorab mit dem 20mm-Forstnerbohrer Vertiefungen gebohrt hatte. Nachdem die Lautsprecher angeschraubt waren bespannte ich die komplette Leiste mit schwarzem Stoff, so dass die Lautsprecher nunmehr unsichtbar waren.

Halterungen bohren Loch für die 2"-Lautsprecher Lautsprecher eingesetzt Stoff verdeckt die Lautsprecher optimal

Der Subwoofer selbst sollte später seinen Platz im unteren Bereich des Gehäuses finden.

Beleuchtung

Oberhalb der Lautsprecher, im Innerern des Gehäuses musste eine Lichtquelle platziert werden, die das Marquee-Banner beleuchtete. Ich habe mir vom Action-Markt zwei 30cm LED-Streifen (warmweiß) mit USB-Anschluss besorgt und diese auf ein senkrecht montiertes Panel geklebt. die beiden Streifen habe ich miteinander verlötet, so dass ich am Ende nur 1 USB-Anschluss für die Stromversorgung benötigen würde. Als Stromlieferant sollte entweder der USB-Anschluss des TFT-Boards oder der Raspi dienen.

LED-Streifen mit USB-Anschluss LED-Beleuchtung auf dem Sound-Board montiert Licht-Test

Also nun alle teile soweit da, bzw. fertiggestellt waren, ging es an den Zusammenbau.

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