Turrican Bartop selbstgebaut – Teil 4: Finale Montage

Lieferung der DrucksachenDie Lieferung der Drucksachen (Aufkleber-Folien und Plexiglas), waren die Bestandteile der Maschine soweit komplett und der finale Zusammenbau kam an die Reihe. Für das Marquee hatte ich 2 Varianten bestellt, da ich noch nicht genau wusste, welches Motiv „hinterleuchtet“ besser aussehen würde.

Controller-Board folieren & bohren

Zunächst habe ich eine Testbohrung mit dem Forstnerbohrer auf einem Reststück der Aufkleberfolie auf einem Test-Brett durchgeführt. Das funktionierte gut und so klebte ich den Controllerboard-Sticker bündig auf das Board. Leichte Ungenauigkeiten/Falten bei der Rundung habe ich mit dem Fön korrigiert. Ich markierte die Mittelpunkte der Löcher und Bohrte vorsichtig, aber bestimmt durch die frischen Sticker und die Spanplatten.

Die Aufkleberfolie des Controllerboards Das folierte Controllerboard Bohren durch die Folie Da fliegen die Spähne! Das durchlöcherte Board
Dann musste Platz für die Joystick-Mechanik geschaffen werden. Ich wollte die Metallplatte des Joysticks von unten am Board befestigen, jedoch ohne Schrauben verwenden zu müssen (um Höhe zu sparen). Also „fräste“ ich mit dem Forstnerbohrer die Silhouette der Mikroschalter-Mechanik aus dem Board. Ich lies einen knappen halben Zentimeter Material stehen, der stabil genug sein sollte, die Konstruktion zu tragen. Ich fixierte den Joystick pass-genau mit doppelseitigem Klebeband und schraubte die Konstruktion dann mit 2 Alu-Bügeln fest, nachdem ich noch 2 Holzstückchen dazwischengeklemmt (und geklebt) hatte. So saß die Mechanik bombenfest. 🙂

Grobe Fräsarbeit für den Joystick Joystick platziert Joystick fixiert das fertige Board

Aufbau

Jetzt war es an der Zeit, das restliche Gehäuse wieder zusammen zu schrauben. Schwierigkeit dabei war, dass noch die Skizzen der Positionen auf den Innenseiten der Seitenteile von Lack überdeckt und nicht mehr erkennbar waren. Jetzt würde sich zeigen, ob die Maße alle noch passten…

Stück für Stück zusammensetzen Das Gehäuse nimmt Form an Die Elektronik fehlt noch

Sticker aufkleben

Nachdem dies geschehen war, legte ich das Gehäuse auf die Seite und habe die Aufkleberfolie grob vorgeschnitten. Ich legte den Stickerbogen an der hinteren und unteren Kante an, da hier ein guter Abschluss mit einem 90°-Winkel gegeben war. Die Folie lies sich gut abziehen und ohne Rakel direkt auf den Untergrund kleben. Im Abschluss habe ich die Kontur mit einem schräg angesetzten Cuttermesser rundherum abgeschnitten.

Riesen-Aufkleber Der erste Sticker Der Sticker lässt sich gut anbringen Fertig zugeschnitten

T-Molding

Ich halbierte die 4 Meter Stegkante und begann an der Unterseite, den Steg in die Nut zu drücken. An den Ecken habe ich kleine Ecken aus dem Steg geschnitten. 100% perfekt anliegend ist die Zierkante nicht an allen Stellen, aber für eine elegante Optik mehr als ausreichend.

Stegkante wird eingezogen An den Ecken den Steg einschneiden

Elektronik-Einbau

Die Elektronik als letztes an der Reihe, da man ansonsten nicht mehr an die benötigten Befestigungsschrauben gelangen konnte. Ich schraubte alle Platinen an die Rückseite der Bildschirm-Platte und verkabelte alle Komponenten ordentlich. Die Stromversorgung erfolgte über eine 3fach-Steckdosenleiste, die ich im Gehäuse befestigte.

Technik wird eingesetzt Kabel anordnen Elektronik komplett

Soundsystem

Die Stereo-Lautsprecher waren schon oberhalb des Screens verbaut, aber für den satten Sound musste noch ein Subwoofer verbaut werden. Das kleinste Modell von Logitech war dafür optimal geeignet. Ursprünglich hatte ich überlegt, ob ich das Bassreflex-Rohr nach vorne aus dem Gehäuse (Controllerboard) führen wollte und hatte auch das Motiv von darauf ausgerichtet. Jedoch würde es wohl auch genügen, dass der Bass über den kleinen 1cm-Spalt zwischen Bodenplatte und Controllerboard entweichen konnte. Für den Basslautsprecher selbst habe ich eine 12cm runde Öffnung in die Bodenplatte gesägt und das Subwoofer-Gehäuse hier mit der Bodenplatte fest verschraubt.

Der Regler für die Bass-Intensität und die Strom/Signalkabel waren nach hinten gerichtet, hatten aber so keinen Platz mir innerhalb des Gehäuses. Also habe ich die Subwoofer-Elektronik ausgebaut (inkl. Trafo) und das Loch verschlossen. Die Elektronik habe ich seitlich befestigt. Den Trafo schraubte ich auch zuerst an das Subwoofer-Gehäuse, da er aber ein leichtes 50Hz-Dauerbrummen erzeugte, das durch die Box  und die Nähe zum Laufsprecher zusätzlich verstärkt wurde, habe ich ihn schließlich einfach an die Bodenplatte geschraubt, wo er nun nur noch minimal hörbar brummt.

Der Klang des kleinen Woofers ist wirklich toll! So hat man seine Klassiker auf Konsolen und AMIGA in den 1990ern damals nie gehört.

Rückwand

Zuguterletzt musste ich mir noch Gedanken über eine Rückwand machen. Ich montierte im unteren Viertel einen Holzleiste, an der ich Scharniere für eine dünne Klappe befestigte. Die Klappe selbst bestand aus einer Regal-Rückwand, an deren kanten ich mit Isolierband die farbigen Streifen der Rainbow-Arts-Boxen angebracht habe.

Im unteren Teil brachte ich eine USB-Buchse (mit Verbindung zum Raspi) an sowie eine schaltbare Kaltgerätebuchse, an die ich an die Steckdosenleiste innen anschloss (Details folgen…)

Klappe hinten Rainbow Arts Farben Scharniere werden versenkt

 

Weiter zum Fazit.

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